Wie bleibe ich gelassen in schwierigen Zeiten?

Ruhe und Harmonie in meinem Körper

Kennst du das? Wir spüren Wut, Trauer, Ängste, innere Unruhe und Ohnmacht gegenüber den äußeren Umständen? Unser rastloser Geist lässt uns dann oft nicht zur Ruhe kommen. Wenn Schlafstörungen dazukommen, fühlen wir uns müde und ausgelaugt. Gerade in dieser herausfordernden Zeit ringen wir um Gelassenheit und innere Stabilität. Wie gelingt uns das?

1. Wie funktioniert unser Körper?

Unser Körper besteht aus ungefähr 30 Billionen Zellen. Hinzu kommen an die 40 Billionen Bakterien und eine Vielzahl anderer Mikroorganismen. Unser Nervensystem und das Hormonsystem steuern alle Organsysteme wie Kreislauf, Atmung, Verdauung, Fortpflanzung und so weiter. Alle Zellen kommunizieren permanent miteinander.

 

Wenn unsere Gedanken ständig im Kampf- und Flucht-Modus sind, ist auch unser Körper in ständiger Alarmbereitschaft. Permanent werden Stresshormone ausgeschüttet und das Nervensystem arbeitet auf Hochtouren. Erschöpfung ist vorprogrammiert und lässt sich irgend wann nur schwer umkehren.

2. Wo im Körper können sich Emotionen fest setzen und wie äußert sich das?

Durch meine Arbeit mit den Fünf Elementen und den Taoistischen-Heilweisen, habe ich einen sehr vitalen Bezug zu meinem Körper, meinen Emotionen und den einzelnen Organsystemen gewonnen. Mit verschiedenen Übungen und Meditationen können wir Zugriff auf unsere Gedanken und Emotionen bekommen und so den Körper wieder in ein harmonisches Gleichgewicht führen.

 

Die Fünf Elemente sind in Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall eingeteilt.

Jedes Element hat Bezug zu wichtigen Organsystemen, zu bestimmten Emotionen und zu vielfältigen Qualitäten wie Farben und Jahreszeiten:

  1. Dem Wasserelement werden Nieren und Harnblase und die Farbe Blau zugeordnet. Dort können sich Angst, Stress und Trauma abspeichern. Positive Aspekte sind tiefes Urvertrauen, Sanftmut und der richtige Rhythmus.
  2. Dem Holzelement werden Leber und Gallenblase und die Farbe Grün zugeordnet. Dort können sich Wut, Zorn und Ärger abspeichern und andererseits Kraft, Flexibilität und Freundlichkeit generiert werden.
  3. Dem Feuerelement werden Herz und Dünndarm und dementsprechend die Farbe Rot zugeordnet. Dort können sich Ungeduld, Hass und Kränkungen abspeichern. Das Herz steht gleichzeitig für Liebe, Respekt, Würde und Freude
  4. Dem Erdelement werden Magen, Milz und Bauchspeicheldrüse und die Farbe Gelb zugeordnet. Dort können sich Sorgen, Grübeleien und Unsicherheiten abspeichern.Die positiven Aspekte aus diesem Verdauungskomplex sind Harmonie, Güte und Offenheit.
  5. Dem Metallelement werden Lunge und Dickdarm und die Farbe Weiß zugeordnet. Dort können sich Trauer, Depression und Kummer abspeichern. Klarheit, Mut und die Fähigkeit loszulassen sind die positiven Qualitäten, die mit Lunge und Dickdarm verbunden werden können.

3. Was kann ich tun, um diese Emotionen zu wandeln und mich besser zu fühlen?

Nutze dazu die folgende Meditationsübung:

  • Setze dich bequem und aufrecht hin. Nimm ein paar tiefe Atemzüge. Spüre wie der Atem sich bewegt. Schau mit deinen inneren Augen in deinen Körper und nimm wahr, wie er sich anfühlt. Entspanne dein Gesicht und lass deine Gedanken frei vorüber ziehen. Lege gerne eine Hand auf deinen Herzraum.
  • Spüre in dein Herz und nimm wahr, was dein Herz belastet. Was fühlt sich schwer oder nicht gut an? Nimm dir etwas Zeit dafür. Atme danach tief ein und lass mit dem Ausatmen bewusst alle Anspannung, alle Schwere oder was dich belastet aus strömen.
  • Atme.
  •  Schaue und fühle nun in dein Herz hinein. Stelle dir vor, wie die Farbe Rot mit dem Einatmen in dich einströmt und deinen Herzraum erfüllt.
  • Lächle in dein Herz und spüre wie sich die Qualitäten: Respekt, Würde, Freude und Liebe in dir anfühlen und in deinem Herzen verankern. Wiederhole diese Übung ein paar Mal.
  • Nutze diese Art der Meditation gerne für einen weiteren Organbereich, dessen Themen und Qualitäten dich gerade besonders beschäftigen. 
  • Lege abschließend beide Hände auf deinen Bauch, atme und lächle in dich hinein. Erlaube dir zu spüren, was sich verändert hat. Danke deinem Körper.